• Nachtschicht


    Wer konfiguriert noch so spät bei Nacht und Wind?
    Es ist der Admin -- ich glaub, der spinnt!
    Er hat die .conf in den vi geladen
    die Backupdatei bewahrt sie vor Schaden.

    "Mein Server, von welchem Problem dein Logfile spricht?"
    "Siehst, Admin, du den URLkönig nicht?
    Die IP-Adresse mit Port und mit Host?"
    "Mein Server, das ist nur ein Heise-Post."

    "Du lieber Server, komm geh' mit mir!
    Gar schöne Spiele spiel ich mit dir,
    Mit Software ganz ohne BO und Race,
    Mein Kumpel hat manches modische Case."

    "Mein Admin, mein Admin, protokollierst du nicht,
    Was URLkönig mir leise verspricht?"
    "Bleib kühl, o bleibe doch kühl, mein Gerät,
    Damit es dir nicht noch die CPU brät."

    "Willst, feiner Rackmount, du mit mir gehn,
    Meine Admins sollen dich warten schön,
    Meine Admins schuften in nächtlichem Reihn
    Und binden dich in ihr WLAN ein."

    "Mein Admin, mein Admin, siehst du nicht im Dump
    URLkönigs Admins verändern den JMP!"
    "Mein Server, mein Server, ich seh es genau,
    Das Wallpaper mit einer nackigen Frau."

    "Ich lieb dich, mich reizet dein Platteninhalt,
    Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!"
    "Mein Admin, mein Admin, jetzt loggt er sich ein,
    URLkönig will mein neuer root-User sein."

    Dem Admin grausets, er hackt wie ein Wilder,
    Sein X11R6 zeigt bloß seltsame Bilder,
    Drückt die Enter-Taste mit Mühe und Not,
    Am Netzwerkkabel der Server war tot.

    p. (Während einer Loadbalancer-Installation nachts um halb drei. Entschuldigung an J.W. von Goethe.)

  • Textmaker für den Zaurus

    Mit TextMaker gibt es zum Preis von knapp 50 Euro eine neue Textverarbeitungssoftware für die Linux-basierten Zaurus-PDAs von Sharp.

    Das Programm kann Word-Dokumente verarbeiten und verfügt unter anderem über Funktionen wie mehrsprachige Rechtschreibprüfung, Grafikeinbindung, Fußnoten, Endnoten, Kopfzeilen, Tabellen und Formularbearbeitung.

    Ich hab meinen Zaurus 5000 zwar seinerzeit gegen einen Planer aus Papier eingetauscht, aber ich freue mich, dass die Linux-PDAs noch immer Unterstützung finden.

    (via Heise)

  • Nostalgie

    Es gibt Krankheiten, die tauchen immer mal wieder auf, oft ausgelöst durch eine Kleinigkeit. Computer-Nostalgie ist sowas.Phase 1, Infektion: Kürzlich bin ich beim Rausgehen an einer SGI Indy vorbeigelaufen, die nur noch zu Demozwecken bei uns in der Abteilung steht. Und prompt kamen Erinnerungen an die guten alten Zeiten vor 10 Jahren hoch, als ich das Glück hatte, an Silicon Graphics Workstations -- damals der Inbegriff grafischer Potenz -- zu arbeiten. Neben der beeindruckenden Leistung im Vergleich zum heimischen 150MHz-PC war es das Design der Gehäuse, das einem sofort auffiel. Selbst heute sehen die Kisten gegenüber dem 0815-PC noch einfach nur gut aus.

    Phase 2, Inkubation: Ich schaute mal bei Ebay nach, was gebrauchte SGI-Workstations denn heutzutage kosten. Auch hier kennt der Preisverfall keine Gnade: Geräte, für die einmal fünfstellige DM-Beträge investiert wurden, gehen heute für wenige hundert Euro über die Theke. Interessant...

    Phase 3, klare Symptome: Ich wünsche mir eine Octane2 auf Weihnachten, zusammen mit dem Kalender Classic Computers Ein Besuch im virtuellen Homecomputermuseum lindert die Beschwerden nicht ausreichend.

    Die Symptome lassen sich durch Darreichung einer Workstation eventuell behandeln. Alternativ könnte ich als Rosskur auch meinen Kontoauszug anschauen.

    Aber die Krankheit selbst erscheint mir unheilbar.

  • Benebelt und beleuchtet

    Eine kurze Durchsage in eigener Sache:

    Die Nebelschlussleuchte ist nur bei Nebel unter 50m Sicht einzuschalten, sonst nicht! 50m ist in der Regel der Abstand zwischen 2 Leitpfosten neben der Fahrbahn.

    Weitere Hinweise dazu auf Fahrtipps.de

  • Buch: Einführung in Perl

    "Einführung in Perl" ist die deutsche Übersetzung des Buchs "Learning Perl" von Randal L. Schwartz und Tom Christiansen. Was der deutsche Titel verspricht, hält das Buch auch in vollem Umfang ein.Man kann schon am Inhaltsverzeichnis erkennen, dass "Einführung in Perl" alle wichtigen Themen abdeckt, die angehende Perl-Entwickler interessieren:

    Einführung

    Skalare Daten

    Listen und Arrays

    Subroutinen

    Hashes

    IO-Grundlagen

    Das Konzept der Regulären Ausdrücke

    Mehr über Reguläre Ausdrücke

    Reguläre Ausdrücke anwenden

    Weitere Kontrollstrukturen

    Dateihandles und Dateitests

    Zugriff auf Verzeichnisse

    Dateien und Verzeichnisse bearbeiten

    Prozessverwaltung

    Strings und Sortierfunktionen

    Einfache Datenbanken

    Fortgeschrittene Perl-Techniken

    Dem ganzen Buch merkt man an, dass es aus Kursmaterialien entstanden ist, die Schwartz in seinen Perl-Trainings verwendete. Er orientiert sich an der Programmier-Praxis und erklärt die Sachverhalte anschaulich und verständlich. Durch die Übungen am Ende jedes Kapitels und die oft witzigen Fußnoten macht es Spass, sich immer weiter in die Tiefen der Programmiersprache vorzuwagen.

    Neben den grundlegenden Kontrollstrukturen und Datentypen kommen auch weiterführende Themen wie Dateihandling, eval oder DBM-Datenbanken nicht zu kurz. Mit drei Kapiteln werden die Regulären Ausdrücke besonders gewürdigt. Das ist einerseits ihrem Stellenwert für die Bedeutung von Perl, aber auch andererseits ihrer Komplexität angemessen.

    Fazit: Es ist kein Wunder, dass O'Reilly das Buch nun schon in der 3. Auflage herausgegeben hat. Zusammen mit Larry Walls Referenz "Programmieren in Perl" gehört "Einführung in Perl" in das Bücherregal jeder Perl-Entwicklerin.