• Unzumutbar

    Wenn ich heute abend meine dbox2 durch Installation von Neutrino zu neuen Horizonten führe, wünsche ich mir noch ein Plugin, das es für den Linux-VDR schon gibt: vdr-taste verhindert die versehentliche Anzeige von Sendungen, die man zuvor in eine Sperrliste eingetragen hat. Zappt man auf einen Kanal, auf dem gerade Dschungelcamp oder Big Brother läuft, erscheint nur die Meldung "Programm unzumutbar" und es wird zum nächsten brauchbaren Kanal weitergeleitet. Das kann sowohl Nerven als auch Daumen enorm schonen.

    Ich fürchte nur, dass es Zeiten gibt, in denen das Plugin in eine Endlosschleife gerät...

  • Give us all your money

    Entweder hat man das SCO-Management unter Wahrheitsdrogen gesetzt oder die Website des Unternehmens wurde "fremdmodifiziert". :)

    Mein Screenshot von 12:05 Uhr zeigt jedenfalls das Selbstverständnis der vermeintlichen Eigentümer des Linux-Copyrights überraschend offen dargestellt.

    (via Isotopp)

  • SuSE Linux 9.2

    Nachdem in meinem Inspiron 8200 die Festplatte aufgegeben und Dell mir eine neue geliefert hatte, war eine Neuinstallation fällig. Ich habe die Gelegenheit genutzt, gleich auf das neue SuSE Linux 9.2 umzusteigen.

    Auf den ersten Blick kommt mir die Distribution sehr gelungen vor. Die Installation war reibungslos, meine wichtigsten Software-Pakete sind bereits wieder in Betrieb.

    Auch das neue KDE 3.3 scheint deutlich an Funktionen und Komfort zugelegt zu haben. Mal sehen, ob es mir auch auf Dauer besser gefällt als der schlanke XFce4-Windowmanager.

    Bisher scheint sich das Upgrade von 9.0 auf 9.2 also gelohnt zu haben. Mal sehen, wie ich in einigen Wochen darüber denke.

  • Starke Verben

    Als Verfechter einer starken deutschen Sprache erfreue ich mich des Funds einer interessanten Website: die Gesellschaft zur Stärkung der Verben widmet sich der deutschen Sprachvielfalt.

    Die Website versteht sich als "Anlaufstelle für schwache und geknochtene[1] Verben aller Sprachen, denen der Weg in die Unregelmäßigkeit erlirchten[2] werden soll." Zentrales Thema sind, wie unschwer zu erkennen ist, unregelmäßige Verben, die als solche in der heutigen Sprache nicht mehr vorkommen[3] -- oder auch bisher gar nicht vorkamen[4].

    Natürlich wird auch des Genitivs gedacht, was mich persönlich besonders freut.

    Wir halten fest: Auch Sprechen ist (eine) Kunst.

    fn1. knechten -- knocht -- geknochen

    fn2. erleichtern -- erlircht -- erlirchten

    fn3. backen -- buk -- gebacken

    fn4. packen -- puk -- gepacken

  • Nachtschicht


    Wer konfiguriert noch so spät bei Nacht und Wind?
    Es ist der Admin -- ich glaub, der spinnt!
    Er hat die .conf in den vi geladen
    die Backupdatei bewahrt sie vor Schaden.

    "Mein Server, von welchem Problem dein Logfile spricht?"
    "Siehst, Admin, du den URLkönig nicht?
    Die IP-Adresse mit Port und mit Host?"
    "Mein Server, das ist nur ein Heise-Post."

    "Du lieber Server, komm geh' mit mir!
    Gar schöne Spiele spiel ich mit dir,
    Mit Software ganz ohne BO und Race,
    Mein Kumpel hat manches modische Case."

    "Mein Admin, mein Admin, protokollierst du nicht,
    Was URLkönig mir leise verspricht?"
    "Bleib kühl, o bleibe doch kühl, mein Gerät,
    Damit es dir nicht noch die CPU brät."

    "Willst, feiner Rackmount, du mit mir gehn,
    Meine Admins sollen dich warten schön,
    Meine Admins schuften in nächtlichem Reihn
    Und binden dich in ihr WLAN ein."

    "Mein Admin, mein Admin, siehst du nicht im Dump
    URLkönigs Admins verändern den JMP!"
    "Mein Server, mein Server, ich seh es genau,
    Das Wallpaper mit einer nackigen Frau."

    "Ich lieb dich, mich reizet dein Platteninhalt,
    Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!"
    "Mein Admin, mein Admin, jetzt loggt er sich ein,
    URLkönig will mein neuer root-User sein."

    Dem Admin grausets, er hackt wie ein Wilder,
    Sein X11R6 zeigt bloß seltsame Bilder,
    Drückt die Enter-Taste mit Mühe und Not,
    Am Netzwerkkabel der Server war tot.

    p. (Während einer Loadbalancer-Installation nachts um halb drei. Entschuldigung an J.W. von Goethe.)