• Wasser des Lebens

    Kollege Isotopp brachte kürzlich das Thema Whisky aufs Tapet. Da fiel mir auf, dass ich noch gar nichts über eines meiner liebsten Hobbies geschrieben habe: irische Whiskeys.

    Was den Irish Whiskey ausser dem zusätzlichen e" noch von anderen Whiskys unterscheidet, ist auf den "Irlandseiten beschrieben.

    Ich selbst bin durch meinen Bruder und vor allem durch meine Aufenthalte in Irland zum Irish Whiskey Fan geworden. Inzwischen habe ich ständig eine Auswahl davon im Schrank stehen.

    Mein aktueller Bestand:

    • Jameson 12yrs.
    • Jameson Destillery Reserve
    • Midleton Very Rare
    • Tullamore Dew
    • Locke's
    • Dalwhinnie (okay, ein Außenseiter)

    Nicht mehr vorhandene Sorten:

    • John Power & Sons

    Irish Whiskey ist nicht nur was fürs Alleine-Trinken. Wer also gern mal mit mir ein "uisce beatha" genießen will, ist herzlich willkommen.

  • Google macht Kommentarspam sinnlos

    Kommentarspam ist eine Plage für Foren und Weblogs. Gerade wegen des intensiven Spammens meines Blogs in den letzten Tagen habe ich dem Kommentarformular einen IQ-Test hinzugefügt.

    Im Google Blog ist jetzt zu lesen, dass Google, zusammen mit anderen Suchmaschinen, den Spammern das Wasser abgraben will. Ab sofort wird Google keine Links mehr im Page Rank berücksichtigen, die das Attribut @rel="nofollow"@ enthalten. Fügt die Blogsoftware also automatisch dieses Attribut in die Link-Tags der Kommentare ein, macht es überhaupt keinen Sinn mehr, Spam einzutragen.

  • IBM will Xen Linux sicherer machen

    Mit User Mode Linux beschäftige ich mich schon eine Weile. Mit dieser Kernel-Erweiterung ist es möglich, mehrere Linux-Kernel ("Guests") als Anwendung, also als virtuelles Linux-System, in einem Wirts-Linux ("Host") laufen zu lassen.

    Die Möglichkeit, auf einer physischen Maschine mehrere unabhängige virtuelle Linux-Instanzen betreiben zu können, begünstigt Ressourcenausnutzung und Kostenersparnis. In der Firma betreiben wir mit User Mode Linux u.a. ein Prelive-System zum Rollout- und Funktionstest neuer Software-Komponenten.

    Xen ist eine Alternative zu User Mode Linux, die mehr Kontrolle der virtuellen Maschinen gestattet. IBM will diesen Vorteil weiter vorantreiben. Dies gab Reiner Sailer, Mitglied des Secure Systems Department bei IBM, in einem Posting&forum_id=35600 auf der Xen-Entwickler-Mailingliste bekannt.

    Die von Sailers Arbeitsgruppe entwickelte Sicherheitsarchitektur "sHype" basiert auf "mandatory access controls" (MAC). Sie erlaubt Xen, Zugriffsregeln zu definieren, mit denen Ressourcenverteilung und Informationsfluss zwischen virtuellen Linux-Maschinen gesteuert werden kann. Angelehnt ist die Architektur an die von SELinux ("Security Enhanced Linux").

    Solche Möglichkeiten vermisse ich bei User Mode Linux. Hier kann z.B. eine virtuelle Maschine den anderen komplett die Ressourcen (z.B. CPU-Leistung) wegnehmen. Ich werde mich mit Xen intensiver beschäftigen müssen.

  • Ad astra, Clark.

    Im Alter von 85 Jahren verstarb am 15.01.2005 Walter Ernsting, einer der Gründungsväter der deutschen Science Fiction-Literatur.

    Der Autor, der unter seinem Pseudonym "Clark Dalton" bekannt wurde, träumte schon in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft von der Reise zu den Sternen.

    1961 begründete er als einer von 2 Chefautoren die Romanserie "Perry Rhodan", die noch heute Woche für Woche weiter geschrieben wird. Seine Figur "Gucky", deren Aussehen an eine übergroße Kreuzung aus Maus und Biber erinnert, ist einer der beliebtesten Ausserirdischen der SF-Literatur.

    Wir Leser verdanken Clark viele Stunden spannender und unterhaltsamer Lektüre von Geschichten über ein Leben in Gemeinschaft -- über die Grenzen des eigenen Planeten hinaus.

    Link: PerryRhodan.net

  • Desoxiribonukleinsäure

    Als ITler hat man es manchmal schwer, einem Kunden den Umfang einer Lösung klar zu machen: "Nein, so einfach ist eine hochverfügbare Webserver-Lösung mit Datenbank nicht zu realisieren. Das wird richtig aufwändig. Und teuer. Und Sie sollten sich gut überlegen, ob der Nutzen wirklich den Kosten angemessen ist..."
    Daher kann ich mir gut vorstellen, wie es gerade den Kriminologen und Datenschützern geht. "Nein, lieber BDK, liebe GdP, so einfach ist das mit DNS-Proben aller Straffälligen nicht. Das wird richtig aufwändig. Und teuer. Und ihr solltet euch gut überlegen, ob der Nutzen..."

    Wenn sich der niedersächsische Innenminister Schünemann dafür ausspricht, in Zukunft jedem (!) Straffälligen einen "genetischen Fingerabdruck" zu nehmen, dann hat er wohl noch nicht verstanden, dass dabei kein Stempelkissen im Spiel ist. Als Spitzenpolitiker kann man doch nicht ernsthaft glauben, dass der Aufwand und die Kosten, jedem Schwarzfahrer und Ladendieb eine DNS-Probe zu nehmen, zusammen mit der Einschränkung derer Persönlichkeitsrechte, gerechtfertigt sind! Oder geht Herr Schünemann wirklich davon aus, dass in jedem Hütchenspieler die Anlagen zum Gewaltverbrecher stecken?

    Selbst aus Bayern hört man leicht Gemäßigteres: Innenminister Beckstein sieht den Bedarf einer DNA-Analyse "nur" dort, wo auch der physische Fingerabdruck genommen wird. Und das findet ja beileibe nicht bei jedem Schwarzfahrer statt.

    Und dass man auf die Erfolge im Fall Mooshammer keineswegs gleich mit spontanem Hurra-Opportunismus reagieren muss, demonstrieren u.a. Stellungnahmen der Grünen und der FDP. Dort hat man offenbar das Urteil des BVG, das Genanalysen enge Grenzen setzt, besser verstanden.

    Genanalysen können schon heute nicht nur Verbindungen zwischen Spuren und Tätern herstellen, sie liefern gleich noch eine Vielzahl weiterer Informationen mit, über Krankheiten zum Beispiel. Alle diese Informationen auf unbegründeten Verdacht hin zu erheben und zu speichern, schränkt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in einer Weise ein, die vor allem in den Augen der Datenschützer nicht zu rechtfertigen ist. Dabei gehört diese zu den Freiheits- und Bürgerrechten, die laut unserer Verfassung auch Straffälligen grundsätzlich zustehen. Sie schützen uns Bürger vor staatlicher Willkür und vor Benachteiligung, sie sichern den Fortbestand unserer Demokratie. Eben diese Rechte werden jedoch derzeit unter dem Deckmantel von Sicherheit und Verbrechensbekämpfung immer weiter abgebaut. Das ist für mich nicht mehr als billiger Aktionismus und Populismus.

    DNS-Analyse ist ganz klar eine starke Waffe im Kampf gegen Gewalt- und Sexualstraftäter. Sie deshalb gleich im Gießkannenprinzip in allen Fällen kleiner und großer Kriminalität anwenden zu wollen, zeugt jedoch davon, dass ein hohes Amt in Politik und Behörden nicht mit hoher Kompetenz gleichzusetzen ist.

    Links:

    • FAZ~EED4FA2C04F3A46D19B3360C9F3725BF2~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    • Heise online