• Gewalt ist die Lösung

    Heute auf dem Heimweg blieb mein MP3-Player, ein Rio Karma, mitten im Abschaltvorgang hängen. Zuhause hörte ich, wie er ständig Klickgeräusche machte und alle paar Sekunden ein leises Piepsen von sich gab. Kurz danach war dann der Akku leer. Beim Starten in der Dockingstation blieb er auf die gleiche Weise hängen. Auch ein Reset per Büroklammer brachte keine Änderung. Die Lösung war verblüffend.Ich fand sie in der Karma FAQ#bug1a: in diesem Fall muss man den Karma schlagen. Ja, ich habs auch nicht glauben können. Aber es ist so. Man muss den Player nach dem Einschalten mit einer Hand halten und richtig kräftig in die andere Handfläche schlagen.

    Beim ersten Schlag zweifelte ich noch, ob ich vielleicht einem bösen Scherz aufgesessen war -- das kann doch nicht gut für einen Festplattenplayer sein!? Aber ich hatte ja auch keinen besseren Vorschlag, also hab ich den Player noch etwa 4 mal in meine Hand geknallt. Und siehe da: das Klicken wurde plötzlich zum gewohnten Surren und der Startvorgang setzte sich erfolgreich fort. Dass der Player sofort begann, "Amityville" von Eminem zu spielen, halte ich für einen Zufall. Glaube ich.

  • Nokia 770: Gut gemeint, schwach gebaut

    Ich bin momentan auf einem kleinen Mobile Computing Trip. Statt mit dem Auto zu fahren, nutze ich seit kurzem den ÖPNV und kann dabei dösen, lesen oder am Notebook arbeiten. Ein kleines Gerät, um PDFs und E-Mails zu lesen oder gar im Web zu surfen, wäre da eine nette Ergänzung. :)

    Das neue Nokia 770 Internet Tablet passt genau auf diese Beschreibung, scheint aber in der Praxis noch Schwächen zu haben. Der Test auf Ars Technica bescheinigt dem handlichen Surfbrett zwar einen guten Ansatz, aber seine Hardwareleistung (insbes. bei CPU und RAM) bleibt, vermutlich des Preisdrucks wegen, hinter den Erwartungen zurück.

    Naja, so lange ich WLAN-Hotspots noch suchen muss, kann ich sowieso genauso gut eine Schiefertafel rumtragen. :)

  • Bitschubser und Ummagnetisierer

    Meine Kollegen Cruiser, El*Loco und Helaron hatten heute offensichtlich trotz aller Hardwarerundfahren und Softwareloopings noch genug Muße, um unser Fachgebiet zu reflektieren. Das Ergebnis: "Während andere Wolkenkratzer bauen oder die Polarkappen urbar machen, bringen wir mit unserer Arbeit nur ein paar Bits zum Kippen." Das kann ich so nicht stehen lassen!Liebe Mitstreiter vor dem Herrn, ihr vergesst eines: so, wie man ein Meisterstück Picassos letztlich auf "ein paar Pinselstriche" reduzieren kann, ohne ihm jedoch gerecht zu werden, so ist das auch mit den Bits und Bytes, aus denen die Ergebnisse unseres Tagewerks bestehen. Das Ganze ist, wie man so schön sagt, mehr als die Binärdarstellung seiner Teile! Ein sauber verkabeltes Rack, eine wohlkonfigurierte Software, ein auf maximale Leistung getunter Rechner -- das ist Physik und Kunst, Mathematik und Poesie.

    Eines Tages hänge ich mir bestimmt noch einen von Dominiks Einzeilern über den Kamin.

    Und wenn, ja, Armin, dann will ich ein T-Shirt mit der Aufschrift "Diplom-Ummagnetisierer".

  • Weihnachtsmarkt in Deidesheim

    Gestern haben mich Kai, Heike, Steffi und Schlumpf zum Weihnachtsmarkt in Deidesheim mitgenommen. Dass der Markt sich durch eine hübsche gepflasterte Gasse zieht und das Angebot schön gemischt ist, macht ihn weitaus weihnachtlicher als die Märkte, für die man vorwiegend Pizza- und Dönerbuden auf einem Marktplatz zusammenpfercht und die Weihnachts-CD auf Autorepeat stellt. Vor allem das Kunsthandwerk präsentiert dort wirklich schöne Dinge, die allerdings auch preislich höher angesiedelt sind als blinkende Weihnachtsmannmützen. In Deidesheim darf man ausserdem davon ausgehen, dass der Glühwein nicht aus dem Tetrapack kommt, und es gibt ihn auch in 0,5l-Gläsern. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, dass ich nicht mehr als 2 Gläser getrunken habe. :)

    Wir hatten einen sehr schönen Nachmittag, allerdings drängten uns die Umstände schließlich doch intensiv zum Auto.

  • Finger wie Knetmasse

    Ein Studie für das amerikanische Department for Homeland Security ergab, dass 90% der getesteten Biometrie-Systeme mit ganz einfachen Tricks getäuscht werden können. So scheint Knetmasse zum Beispiel ein ausreichend guter Ersatz für den passenden Finger zu sein.

    Hallo Ruckzuck, ich hoffe, eure Fingerabdruckscanner sind da etwas intelligenter!

    (via Slashdot&from=rss)