• Coke unter Beschuss

    Beim rot-weissen Getränkekonzern ist die Werbefassade allein nicht the real thing". Im Oktober habe ich die "Vorwürfe gegen den Coca-Cola-Konzern entdeckt und mich entschieden, seine Produkte in Zukunft zu meiden. Dass er ausbeuterisch mit Umwelt und Angestellten umgehen soll, hat sich für den Getränkekonzern inzwischen zu einem ernsthaften Imageproblem ausgewachsen.Bereits mehrere US-Universitäten sind inzwischen in den Boykott gegen Coca-Cola,1518,393574,00.html getreten. Bemerkenswert finde ich dabei nicht nur das politische Bewusstsein der amerikanischen Studenten, sondern auch, dass sich hier tatsächlich weitflächiger Protest ausgerechnet gegen eine traditionsreiche US-Ikone regt.

    Dem Getränkeabfüller entstehen durch den Boykott noch keine nennenswerten Umsatzeinbußen, aber ich bin gespannt, wann dem Konzern eine bessere Reaktion einfällt, als nur stur die Vorwürfe von sich zu weisen.

  • Forderung nach neuem Datenschutzgesetz

    Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Peter Schaar mag? Ich finde, unser Bundesbeauftragter für den Datenschutz nimmt seinen Job sehr ernst und macht ihn gut. In einem Interview der Berliner Zeitung forderte er jetzt ein neues Datenschutzgesetz, das auf die neuen technischen Entwicklungen abgestimmt ist.Was heutzutage über uns Normalbürger an Daten gesammelt wird, geht schon lange auf keine Kuhhaut mehr, geschweige denn auf eine handelsübliche Festplatte: Einkaufsgewohnheiten, Telefonkontakte, Produktvorlieben, Fahrzeugbewegungen, Gesundheitsdaten und vieles mehr wird heute online und IRL(In Real Life) erhoben, gespeichert und ausgewertet. Insbesondere mit den kommenden RFID-Funketiketten werden unsere Bewegungen im Alltag noch viel detaillierter überwacht werden.

    Wie leider so oft halten unsere Gesetze mit der rapiden Entwicklung der Technik aber nicht Schritt. Deshalb macht sich Schaar für eine Anpassung des Datenschutzgesetzes stark: "Wir brauchen ein neues, umfassendes Datenschutzgesetz. Das alte ist nicht mehr in der Lage, der allgegenwärtigen Datenflut angemessen zu begegnen. Die Defizite sind groß und offensichtlich."

    Was mit diesen ständig anwachsenden Daten geschieht, ist für den Bürger längst nicht mehr transparent. Schaar erklärt: "Es entsteht eine neue Infrastruktur, bei der immerzu und überall Daten verarbeitet werden. Die Frage, wer eigentlich für diese Daten verantwortlich ist, lässt sich dabei kaum noch beantworten."

    Das ist ein besorgniserregende Entwicklung, die schon lange im Gange ist. Ich bin offensichtlich nicht allein in der Wahrnehmung, dass die SPD-Regierung den Datensammlungs - und Überwachungskurs ihrer Vorgängerin nicht geändert, sondern fortgesetzt hat. Und Schaars Bemerkung, dass unser neuer Big Brother Wolfgang Schäuble die Überwachung auch nicht schlimmer macht als sein Vorgänger, zeigt, dass hier weiter leider seit vielen Jahren Kontinuität herrscht. Denn das Gefühl hatte ich schon beim Wechsel von Kanther zu Schily.

    Ich hoffe, dass unser oberster Datenschützer mit seinen Bemühungen Erfolg hat -- damit das Thema der allgegenwärtigen Überwachung, Kontrolle und Steuerung weiterhin auf unterhaltsame Bücher und Filme beschränkt bleibt.

  • Tag, you're it

    Nachdem mir beim Ausprobieren von del.icio.us der Vorteil des Taggens klar wurde, nämlich eine flache Kategorisierung statt einer komplex hierarchischen, will ich es nun auch auf mein Weblog anwenden. Ab sofort werde ich also allen neuen Einträgen mit Hilfe von Garvins FreeTag-Plugin möglichst passende Stichworte zuordnen.

  • Teure Freunde

    Manchmal bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es gut ist, wenn einen die eigenen Freunde so gut kennen. Zum Beispiel hat Kai vor kurzem das Netgear WLAN Phone entdeckt und prompt gebloggt Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, dieses Jahr mal weniger Elektronik zu kaufen...

  • Remote access

    Beim Einkaufen entdeckte ich vorhin im Tchibo-Regal eine "universal-fernbedienung" der Hausmarke TCM. Den Versuch, meine Fernbedienungssammlung zu zentralieren, habe ich vor ein paar Jahren schon mal gemacht. Die "One for All" war nicht billig, verstaubt aber inzwischen, weil sie nichts mit DVD-Playern anfangen kann. Das Tchibo-Modell kostete nur 10 Euro und kannte angeblich alle relevanten Marken, warum also nicht einen neuen Versuch starten?

    Und was soll ich sagen? Nach 10 Minuten hatte ich alle meine Geräte erfolgreich programmiert! Die paar Funktionen, die die neue nicht auf Anhieb konnte, brachte ich ihr per Lernfunktion mit dem Original bei.

    Das ist für mich der Unterschied zwischen "billig" und "preiswert".