• Es war mir ein Vergnügen, Sie zu transportieren.

    Seattle bekommt sie zuerst: Aufzüge mit Künstlicher Intelligenz Wie der Enquirer berichtet, steuert die neue Generation die Etagen nach einem optimierten Muster an. In welche Etagen ein bestimmter Lift fährt und wo eine ungenutzte Kabine in Wartestellung geht, richtet sich nämlich nach dem statistischen Nutzungsmuster der Passagiere. Fujitecs Vizepräsident erklärte, er sei sehr zufrieden mit dem ersten Betriebstag. Ob sich die Aufzüge ebenso zufrieden äußerten, geht aus dem Artikel leider nicht hervor.

  • Arbeit an der langen Leine

    Dem Spiegel-Artikel Eine Frage des Vertrauens,1518,395489,00.html zufolge erwarten Zukunftsforscher ein Wiederaufleben des Telearbeits-Prinzips. Bis zu zwölf mal mehr Menschen als heute werden nach der Prognose einer in Großbritannien, Frankreich und Deutschland durchgeführten Studie in 15 Jahren ihren Arbeitsplatz ausserhalb von Firmengebäuden haben.Der Gedanke der Telearbeit ist nicht neu. Schon vor mehr als 10 Jahren hatte man das Arbeiten von zuhause oder unterwegs als neue Form der Arbeit prophezeiht. Eingetreten ist der angekündigte Boom jedoch nicht.

    Als Vorteile für den Arbeitgeber wurden damals Ersparnisse an Bürofläche und eine motiviertere Arbeitsweise der Angestellten in Aussicht gestellt; für die Angestellten sollten flexiblere Arbeitszeiten und eine bessere Vereinbarkeit mit dem Privatleben herausspringen. Ein weiterer Anreiz für Firmen, diese Arbeitsweise zu ermöglichen, entspringt heutzutage der Knappheit an hochqualifizierten Bewerbern: für diese könnten die Vorteile der Telearbeit in der Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber ausschlaggebend sein.

    Die technischen Voraussetzungen für Telearbeit sind inzwischen gegeben. Schnelle Internetanbindungen sind auch in Privathaushalten immer gängiger und mit der Verbreitung von WLAN und UMTS wird das "Überall-Büro" möglich. Das ist aber nur ein Teil der Rechnung: es sind soziale Faktoren, mit denen das Konzept steht oder fällt.

    Zum Beispiel wird vor dem Verschmelzen von Arbeits- und Privatleben auch gewarnt. Nicht jeder ist gleich gut in der Lage, mit der größeren Freiheit in der Arbeitsgestaltung sinnvoll und gezielt umzugehen. Das kann dazu führen, dass die beiden Seiten des Lebens mit der Zeit aus der Balance geraten. Ausserdem befürchtet man negative Auswirkungen auf das soziale Gefüge der Mitarbeiter, zum einen durch ihre räumliche Trennung, zum anderen durch die unterschiedliche Behandlung von Präsenz- und Telearbeitern.

    Es gibt einen weiteren Grund, an dem die Ausweitung der Telearbeit erneut scheitern kann, nämlich, dass sie mit einem Kontrollverlust des Arbeitgebers einhergeht. An der reinen Arbeitszeit kann Leistung dann nicht mehr gemessen werden und es hängt von der jeweiligen Aufgabe ab, ob diese eine besser geeignete Metrik erlaubt. Letztlich wird der Arbeitgeber schlichtweg mehr Vertrauen in seine von fern arbeitenden Angestellten setzen müssen. Dass es durchaus Firmen gibt, in denen man bereit ist, dieses Vertrauen in die Mitarbeiter zu investieren, bestätigt der Spiegel-Artikel. Aber es gibt auch genügend Gegenbeispiele, wo Firmen die Kontrolle der Arbeitsleistung immer weiter auf die Spitze treiben.

    Bedenklich stimmen auch manche Vorhersagen über die sozialen Folgen gesteigerter Telearbeit. Sie wird zum Beispiel die Kluft zwischen den privilegierten "Wissensarbeitern" und den unqualifizierten Arbeitern weiter vergrößern. Man ist sich zudem noch immer nicht einig, ob eine gesteigerte Telearbeit volkswirtschaftlich unter dem Strich zu einer Verbesserung führen werde. Zum Beispiel rechnet man einerseits mit einer verringerten Umweltbelastung durch Pendler, kann aber andererseits kaum voraussagen, wie sich der Lebensstil der Telearbeiter selbst verändern und auf die Umwelt auswirken wird.

    Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es nicht einfach ist, konsequent zu arbeiten, wenn der Arbeitsplatz ins private Heim integriert ist. Hier leidet schnell entweder das Privatleben oder die Arbeit. Hat man beides jedoch in Balance, kann Telearbeit meiner Meinung nach dazu beitragen, das Motto zu verwirklichen, das ich in der CAJ kennengelernt habe: "Arbeit ist das halbe Leben!"

  • Weiter so!

    Vielleicht arbeite ich ja wirklich in der richtigen Firma,1518,395240,00.html.

  • Klorollenhalter mit Dockingstation

    Gute Nachrichten für die Analfixierten unter euch -- und für die, die einfach viel Zeit auf dem Klo verbringen (du weisst, wenn du gemeint bist): die Toilette mag noch Grund für schlechten Geruch sein, aber keinesfalls mehr für schlechte Musik. iLounge sei Dank.

  • Nur Bürger bedrohen Bürgerrechte

    Viel habe ich Isotopps Blogeintrag Noch mehr lauschen: Einfach mal mithören nicht hinzuzufügen, ich will ihm nur mehr Gewicht verleihen. Es geht darin um die seltsam einfache Weltsicht des Innenministers von Schleswig-Holstein.

    Bedenken gegenüber dem Wunsch seines Ministeriums, Abhörmaßnahmen auch ohne konkreten Anfangsverdacht durchführen zu dürfen, hält Ralf Stegner offensichtlich für paranoide Anwandlungen einzelner Datenschutzfanatiker.In einer Pressemitteilung weist er die Kritik des Datenschutzzentrums am entsprechenden Gesetzentwurf des Landes zurück und stellt statt dessen die Gleichung "Polizei = Sicherheit" auf. Auf dieser Grundlage versucht er, die Grundrechte auf Leben und Unversehrtheit gegen die des Schutzes der Privatsphäre und vor Überwachung auszuspielen. Seine Argumentation "Was ist das denn für eine Vorstellung, dass Erika Mustermann im Extremfall ihr Leben und ihre Gesundheit bereit sein muss zu opfern, weil dem Straftäter ein für die Polizei tabuisierter Schutzraum für sein kriminelles Tun zugestanden wird, obwohl Schutz- und Gefahrenabwehr möglich wären" kann ich nur als FUD(Fear, Uncertainty and Doubt)-Taktik bezeichnen.

    Gerade aktuelle Vorkommnisse mit deutschen und amerikanischen Geheimdiensten beweisen, dass eine solche Sicht der Gefahrenlage naiv, ja geradezu dumm ist.

    Fragt sich so jemand eigentlich, welcher Idiot diese unsere Sicherheit gefährdenden Artikel überhaupt in unsere Verfassung aufgenommen hat?