• Sachen gebacken bekommen

    Faule Ausreden skalieren besser als IBM Maschinen!" stellt Su-Shee in ihrem "Anti-Verpeil-Howto fest. Und Selbstgespräche wie "Das mach ich morgen.", "Hm, ich muss aber erst mal aufräumen." und "Heute ist erst mal Party angesagt, ich hab schließlich nicht nur ein schulisches Leben" sind typische Vertreter dafür.

    "Hallo, mein Name ist Jochen, und ich bin ein Verpeiler." Ja, in vielen Symptomen, die in dieser toll geschriebenen Anleitung zur Selbstorganisation aufgelistet werden, erkenne ich mich wieder. Manches davon habe ich inzwischen dank wachsender Disziplin im Griff, manches fällt mir immer noch mehr oder weniger regelmäßig auf die Füße.

    Das Anti-Verpeil-Howto könnte man als deutschsprachiges "Getting Things Done" bezeichnen. Su-Shee zeigt die üblichen Muster des Verpeilt-Seins auf und erklärt, wie man sie in den Griff bekommt. Sehr zu empfehlen für alle Mit-(Zu)-Vielen-Bällen-Jonglierer, Nie-Rechtzeitig-Fertig-Werder und Ständig-Zu-Spät-Kommer!

  • Die Schattenseite Maven-generierter Projektwebsites

    In Maven Project Info Reports Considered Dangerous lässt sich Timothy M. O'Brien bitter über die Website mit Projektinformationen aus, die die Site-Funktion von Maven ausspuckt.
    Mavens Projekt-Website (ich nutze sie selbst für mein Spielprojekt COMATOSE) kann nur mit großen Schmerzen individuell gestaltet werden. Ohne diese Gestaltung sieht aber jede Maven-Website wie die andere aus. Zusätzlich enthält jede Maven-Site vorgefertigte Floskeln wie "Get involved today", die in der Masse kaum ernstzunehmen sind.

    Will man jedoch diese Missstände durch ein eigenes Design beheben, stellt man fest, dass es nicht nur an Eingriffsmöglichkeiten, sondern auch an Dokumentation fehlt. Timothys harsche Kritik ("Losing all hope; open ridicule") erscheint mir daher durchaus gerechtfertigt.

    Sollte mein Projekt mal ernstzunehmende Formen annehmen, werde ich dafür auch eine ernstzunehmende Website bauen müssen. Das Werkzeug dafür wird aber wohl nicht Maven sein.

  • Geektest

    War ja klar, dass ich beim Geektest deutlich über den Kollegen abschneide...

  • Der Frühling ist da!

    Meine Nase wusste es schon letzte Woche, bevor die Temperaturen stiegen und ich in den Kalender schaute. Hat jemand einen besseren Vorschlag als Chromoglycinsäure?

  • Mehr Steuern, weniger Rente

    Der Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik der Universität Köln hat herausgefunden, wer an der Renten-Misere schuld ist. Die BILD-Zeitung zitiert Johann Eekhoff mit den Worten: "Die Renten von Kinderlosen müssten um die Hälfte gesenkt werden".

    Es beruhigt mich, dass ich nicht der einzige bin, der diese Idee für wahnsinnig -clever- hält.
    Mal nachdenken: ich gehöre zur Bildungselite, bezahle Steuern zum Spitzensatz und dementsprechend hohe Beiträge zur Rentenversicherung. Dass ich bisher keine eigene Familie hatte, hat das durchaus begünstigt. Natürlich komme ich (auch aufgrund der Studienzeit) nicht umhin, zusätzlich eine private Altersvorsorge zu betreiben, da mein Rentenanspruch schon heute völlig unzureichend ist.

    Umgekehrt sind es ja naturgemäß vor allem die Akademiker, die erst spät eine Familie gründen. Wenn überhaupt, denn besonders mit hochqualifizierten Berufen lassen sich Kinder nur dann vereinbaren, wenn sich Wege finden, die fehlenden Kindergartenplätze zu kompensieren. Die Variante, dass die Mutter dazu ihren Beruf aufgibt, gehört hier aber halt nicht mehr zu den bevorzugten Modellen. Und dass auch die Großeltern mit umziehen müssen, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten, ist eine eher praxisferne Interpretation von "mobile Gesellschaft".

    Die weibliche Sicht kann ich selbst nicht einbringen, aber ich kann dazu auf den Artikel Der Preis des Glücks in der "Zeit" verweisen.

    Anstatt nun aber den stärksten Beitragszahlern geeignete Unterstützung und Anreize zur Familiengründung zu schaffen, kommt man auf keine bessere Idee, als ihnen die Rente zu halbieren.

    Es mag ja Bürger geben, die daraus die gewünschten Konsequenzen ziehen werden (vorbereitete Kontaktanzeige bei Su-Shee), aber mir persönlich drängt sich eher eine Reaktion wie die Kristians,-die-Euch-fuettert!.html auf.

    Wenn ich ohnehin komplett für mich selbst (und meine zukünftige Familie) sorgen muss, weil mein Land mich dabei nicht unterstützt, dann sehe ich auch keinen Grund, mein Land zu unterstützen.

    Falls mich jemand sucht: ich bin in Irland.