• E-Mail rettet Leben

    Manchmal ist E-Mail kein gutes Kommunikationsmittel. Zum Streiten zum Beispiel ist E-Mail überhaupt nicht geeignet. Manchmal aber kann das Medium E-Mail Leben retten.

    Zum Beispiel, wenn einem sein Liebling ihre traurige Feststellung schreibt, dass an den Tagen, an denen man sie in Dublin besuchen wird, "Brokeback Mountain" nicht mehr laufen wird. Wenn man seine spontane Reaktion ohne mühsame Körperbeherrschung hinter sich bringen und sich eine -- naja, sagen wir mal: -- geschicktere schriftliche Reaktion überlegen kann.

    Okay, ich hab nicht überlegt, bevor ich die Antwort schrieb. Ich fliege morgen trotzdem rüber. Ich bin gut krankenversichert.

  • Red Hat kauft JBoss

    Die Gerüchte sind wahr: Linux-Distributor Red Hat kauft JBoss, den Hersteller Java-basierter Middleware. Als Betrag stehen mindestens 350 Millionen Dollar im Raum. Mit dem Kauf will Red Hat das Gewicht von Open Source Software im Bereich SOA(Service Oriented Architecture) verstärken.

    Von Red Hat habe ich in letzter Zeit kaum Aktivitäten am Markt mitbekommen. Umso erstaunter bin ich von diesem Schachzug. Grund genug, mal wieder nachzuschauen, wo meine wenigen, vor Jahren schmerzhaft abgesackten RHAT-Aktien stehen.

    Update: Interessant, wie 350*10^6 Dollar Meinungen verändern können. :-)

  • Katzen würden...

    ...sich an den Kopf fassen, wenn sie die neuesten Ansätze verstehen könnten, ihnen Lifestyle angedeihen zu lassen.

    Angesichts der Tatsache, dass täglich noch immer tausende von Menschen an Unterernährung sterben, grenzt dieser Trend, Haustierhaltern mit immer neuen Futter-Ideen immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, für mich an Menschenverachtung.

    In einem sehr guten Vortrag bei Google mit dem Titel All marketers are liars&q=type%3Agoogle+duration%3Along&pl=true ging Marketing-Berater Seth Godin auch auf das Thema Katzenfutter ein:

    Cat food is not made for cats. If it was, it would come in mouse flavors. Cat food is made for cat owners.

    Ich liebe Katzen. Aber ich würde ihnen niemals Lifestyle-Futter geben. Denn ich liebe auch Menschen.

  • Daten wecken immer Begehrlichkeiten

    Warum wollen Sicherheitskräfte an unsere Daten? Weil sie da sind.

    Wenn in unserem Land irgendwo Daten gesammelt werden, dann normalerweise aus einem klaren Ziel und unter bestimmten Bedingungen. Nicht selten gibt es sogar gesetzliche Regelungen, die den Missbrauch der Daten verhindern sollen.

    Dass staatliche Institutionen dennoch immer wieder die Finger nach Daten ausstrecken, die sie gar nichts angehen, bestätigte mir gestern der Heise-Artikel über das Google-WLAN in San Francisco. Dieser erklärt, dass sich Datenschützer über den Missbrauch der monatelang gespeicherten Nutzungsdaten Sorgen machen. Ergänzend heisst es:

    Dass solche Befürchtungen keineswegs theoretischer Natur sind, zeigt das Beispiel Toll Collect. Toll Collect sammelt nicht nur Autobahngebühren, sondern als Nebenprodukt auch Daten über das Woher und Wohin der erfassten LKWs. Obwohl im Mautgesetz seinerzeit explizit Sicherungen zur Zweckbindung der Daten eingebaut wurden, fordern Polizei, Staatsanwaltschaft oder Politiker bei passender Gelegenheit gerne, die Daten auch für die Aufklärung oder Bekämpfung von Verbrechen einzusetzen.

  • Vitae discimus

    Dass es auch anders geht als in der seit 2 Wochen diskutierten Horror-Hauptschule, zeigt eine Hauptschule in Duisburg,1518,410105,00.html, die sogar zur sozialsten Schule Deutschlands gekürt wurde. Wenngleich das soziale Milieu nicht mit dem in Berlin gleichzusetzen ist, kann man gut erkennen, was Pädagogen meines Erachtens zusätzlich zum Schulwissen vermitteln müssen: Respekt voreinander, klare Regeln sowie Grenzen im Miteinander und Konsequenzen bei deren Übertretung.