• Skype für Symbian-Telefone

    VOIP Watch sieht eine Skype-Version für Symbian-basierende Telefone kommen. Wenn das wahr ist, wird es Zeit, Geld für ein Nokia E61 zurückzulegen, denn dann gibt es ein Smartphone, das sowohl normale GSM-Telefonie als auch VOIP wahlweise über SIP und Skype beherrscht.

    Die Skype-Entwicklerkonferenz am nächsten Wochenende verspricht, interessant zu werden.

  • [ILO] Alles auf einen Blick

    Information bestimmt mein Leben, deshalb leb ich online. Mein Tag beginnt immer mit dem Sichten meiner E-Mail und vieler weiterer Informationsquellen. Erleichtert wird das durch Netvibes, eine Portalseite, deren Inhalte jeder individuell festlegen kann.

    Portalseiten dieser Art schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, neben Netvibes ist auch Pageflakes ein Vertreter dieser Art. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie individuell gestaltet werden können und dank AJAX sehr komfortabel zu bedienen sind.

    Mein Netvibes-Portal, das ich auch im Browser als Startseite eingetragen habe, ist auf mehrere thematische Seiten verteilt, die über Karteireiter ausgewählt werden. Auf Technologie" und "Nachrichten" werden verschiedene Newsticker aufgelistet, die Netvibes per RSS-Feed bezieht, zum Beispiel Heise, Pro-Linux oder Tagesschau.de. "Unterhaltung" enthält ebenfalls Feeds, dieses Mal mit unterhaltsamen Inhalten von "Flickr und Del.icio.us, dazu Freizeit-Infos, z.B. aktuelle Filmstarts

    Am unterschiedlichsten sind die Inhalte der Hauptseite: sie zeigt die Liste meiner ungelesenen E-Mails, Blogeinträge meiner Freundin, Flickr-Fotos mit dem Tag "Irland", die Wettervorhersage für Karlsruhe, aktuelle Kalendereinträge und eBay-Auktionen, die mich interessieren.

    Netvibes bietet noch weitaus mehr Inhalte an, die man als Kasten auf eine Seite drapieren kann, darunter eine To-Do-Liste, persönliche Dokumente auf Writely oder Einkaufstipps von Kelkoo.

    Mit meinem persönlichen Web-Portal kann ich mit einem einzigen Seitenaufruf vielfältigste Informationen aus dem großen weiten Web auf meinen Bildschirm versammeln. So habe ich alles Wichtige auf einen Blick und spare Zeit -- für das Leben offline.

    Weitere Artikel zum Thema "Ich leb online":

  • Jagd auf Hobbychemiker

    Mit 10 Jahren bekam ich einen "Kosmos Chemiebaukasten" zu Weihnachten. Ich war fasziniert -- ich konnte selbst wunderbare Dinge mit Gerüchen, Farben und Feuer vollbringen, ganz wie der Junge in der Serie "Merlin". Als ich alle Experimente ausprobiert hatte, begann ich, das Chemieregal in der Leihbibliothek durchzuackern. Apotheker und Drogisten riefen meine Eltern an, ob sie mir meine Bestellungen wirklich aushändigen dürften. Die Firma Merck erhielt beträchtliche Teile meines Taschengelds. Ich machte es mir zum Hobby, Summenformeln auswendig zu lernen, und lernte, was Atome, Moleküle, Salze und Konglomerate sind. Ich dekantierte, filtrierte und destillierte. Bald durfte ich mit meinem Labor in einen Verschlag im Garten umziehen, um nicht mehr den Teppich zu versauen und die Wohnung mit Gestank zu verpesten. Meine Eltern vertrauten mir sogar noch, als auf dem Vorplatz meines Labors eine brennende Acetonflasche platzte. Der Spaß am Experimentieren weckte mein Interesse an Naturwissenschaften und bescherte mir ein lockeres erstes Jahr Chemie in der Schule.

    Heutzutage wird es schwieriger sein, Kindern diese Erfahrung zu vermitteln und so ihren Forscherdrang zu stimulieren. Ich hoffe, dass die Jagd auf Drogenfabriken und Terroristennester, die in den USA zur Stürmung von Heimlabors führt, nicht auch zu uns herüberschwappt.

  • Juristen und das Internet

    Baeumer, Ulrich, Domain Namen und Markenrecht, CR 1998, 174:

    Die IP-Nummern haben den Vorteil [gegenüber Hostnamen], dass sie flexibler sind, da sie einem Dezimalzahlensystem unterliegen und die Möglichkeiten im Rahmen zwölfstelliger Zahlen groß sind.

    Nee, ja, is klar. Wer sich schon immer gefragt hat, welche Leute die vielen sinnvollen Gesetze, Abmahnungen und Urteile rund um den Datenhighway" verzapfen, sollte einfach mal "Juristen erklären das Internet lesen.

    (Via Su-Shee)

  • Getting Real

    Als ich kürzlich in einer E-Mail eines Kollegen las "Wir müssen uns sehr bald anstrengen und den Mut entwickeln, Features wegzulassen, um schlank zu werden.", da klingelte es in meinem Kopf: "There's someone Getting Real!"

    Wenn man wie ich ein Fan des kleinen Erfolgsunternehmens 37signals ist und Webanwendungen entwickelt, dann kommt man kaum umhin, das Buch Getting Real zu kaufen und zu lesen. Getting Real" gibt die Philosophie und Erfahrungen von 37signals wieder, die sich mit Webanwendungen wie "Backpack und Basecamp erfolgreich als ASP etabliert haben und im Frühjahr 2006 sogar auf dem Titelblatt des Forbes-Magazins erschienen.
    Die Philosophie des Unternehmens kann man auf den Nenner "Weniger ist mehr" bringen, und 37signals setzt sie in allen Phasen der (Weiter-) Entwicklung und des Betriebs ihrer Applikationen konsequent um.

    In "Getting Real" geht es darum, wie man Webanwendungen sinnvoll konzipiert, agil entwickelt, erfolgreich auf den Markt bringt und dort hält -- und das alles ohne unnötigen Aufwand. Auch auf Fragestellungen zu Personal, Finanzierung und Marketing wird ausführlich eingegangen.

    "Getting Real" ist nicht im Buchhandel erhältlich: 37signals entschied sich dafür, es ausschließlich als E-Book im PDF-Format zu einem Preis von $19 zu vertreiben. Als Kopierschutz wird jedes Exemplar auf den Käufer personalisiert.

    Das Buch gliedert sich in folgende Kapitel, die jeweils wiederum aus fünf bis zehn Abschnitten bestehen:

    • Introduction
    • The Starting Line
    • Stay Lean
    • Priorities
    • Feature Selection
    • Process
    • The Organization
    • Staffing
    • Interface Design
    • Code
    • Words
    • Pricing and Signup
    • Promotion
    • Support
    • Post-Launch
    • Conclusion

    Einige dieser Kapitel können auch kostenlos von der Website des Buchs heruntergeladen werden. Hier findet man auch die Zitate vieler weiterer begeisterter Leser.

    Die Gliederung in kurze Abschnitte und der lockere Schreibstil, ergänzt durch passende Zitate, machen das Buch einfach zu lesen, zu verstehen und zu verinnerlichen.

    Jeder, der an der Konzeption und Entwicklung von Webanwendungen arbeitet, kann aus "Getting Real" wertvolle Denkanstöße beziehen. Und selbst ausserhalb des WWW-Kontexts kann man die Grundsätze des Buchs anwenden, denn die Konzentration auf das Wesentliche und der Verzicht auf unnötigen Ballast sind auch im sonstigen Leben (sofern vorhanden :)) sinnvolle Ansätze.