• Well then!

    Meine Frage Do you speak English? vom letzten Dienstag wurde durchweg positiv beantwortet, sowohl per Kommentar als auch per E-Mail. Ich erhielt sogar Ermunterung aus dem Vereinigten Königreich. (Hi Iris, ich bin immer noch baff!)

    Also werde ich ab morgen meinen ganzen Mut und meine Englischkenntnisse zusammennehmen und beginnen, auf Englisch zu bloggen. Möglicherweise gibt es Themen, für die es sinnvoll ist, eine Ausnahme zu machen; es kann also sein, dass der eine oder andere Eintrag weiter in Deutsch geschrieben sein wird. Den größten Teil der Einträge werde ich aber definitiv auf Englisch schreiben, auch die Tags werde ich ab morgen international gestalten.

    Natürlich erwarte ich nicht, dass ihr auch eure Kommentare auf Englisch schreibt. Tut es aber ruhig, wenn ihr Spaß daran habt!

    So, listen and say: "After today, I will blog in English."

  • Glaub keiner Statistik...

    Die Bundesanstalt für Arbeit gab vor knapp drei Wochen stolz bekannt, dass im Mai 255.000 Menschen weniger arbeitslos waren als noch im April. Jetzt wurde bekannt, dass das etwas ungenau formuliert war: im Mai waren nur 255.000 Menschen weniger als "arbeitslos" registriert, denn seit einer Softwareumstellung werden krankgemeldete Arbeitslose jetzt als "arbeitssuchend" eingestuft!

    Wer weiss -- wenn man genau hinschaut, stellt sich vielleicht auch heraus, dass eine große Menge an Nürnberger Behörden gar nicht so idiotisch ist, wie sie immer wieder aussieht.

  • Schöne Aussicht

    "Schöne Aussicht, Block 16" heisst die Kurzgeschichte von Malte Landsberger in c't Ausgabe 13/2006. Darin geben sich zwei Herren -- anscheinend in staatlichem Auftrag -- viel Mühe, in eine Wohnung einzudringen und darin Wanzen anzubringen. Alles läuft gut -- bis sich herausstellt, dass sie die falsche Wohnung erwischt haben!

    Zunächst denken sie daran, die Abhörgeräte als Verlust zu deklarieren und sich die Kosten zu teilen. Aber als ihnen klar wird, dass das empfindlich teuer werden würde, kommt man auf eine andere Idee: der gute Wohnungsinhaber und Familienvater hatte doch Pornos im Schrank und einen neuen DVD-Brenner. Warum also nicht auf Verdacht gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs ermitteln lassen -- irgendwas findet sich dabei doch immer, und seien es nur Video-Raubkopien. So würde aus dem dämlichen Irrtum ein "Zufallserfolg einer Überwachung im Rahmen der Terrorbekämpfung".

    Und hey, "wenn er wirklich nichts zu verbergen hat, kann ihm doch gar nichts passieren, oder?"

  • Gespräch mit Erzbischof Zollitsch

    In einem Brief hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch um ein Gespräch gebeten, das am 8. Juni nun auch stattfand. Das Anliegen des Gesprächs war es, zu verdeutlichen, welche Auswirkungen die vielen diözesanen Prozesse und Veranstaltungen auf die Arbeit der Ehrenamtlichen haben.

    Ich war als einer von 6 Vertretern des BDKJ an dem Gespräch im Erzbischöflichen Ordinariat beteiligt und fand es äußerst produktiv. Wir hatten uns darauf vorbereitet, dem Erzbischof plausibel machen zu müssen, dass die Jugendverbände einerseits gern am diözesanen Leben teilnehmen möchten, andererseits aber mit ihrer Arbeit und der Ausrichtung auf neue kirchliche und gesellschaftliche Gegebenheiten schon weitgehend ausgelastet sind. Statt dessen durften wir feststellen, dass Erzbischof Zollitsch eine sehr pragmatische und verständnisvolle Sicht hat: "Ich schaue primär auf das, was die Jugendverbände leisten und auf das, wo sie sich engagieren, und nicht auf das, wo sie nicht dabei sind."

    In den vergangenen 2 Jahren war ich aufgrund der Kürzungen kirchlicher Mittel, speziell bei der CAJ, oft sehr frustriert. Das positive Gespräch mit Erzbischof Zollitsch macht mir aber Hoffnung, dass unsere Jugendverbände in der Erzdiözese gut aufgehoben sind.

    Die offizielle Pressemeldung des BDKJ über das Gespräch findet sich auf der KJA-Homepage&f_newsitem_id=1282.

  • GI gegen übertriebene Vorratsdatenspeicherung

    Die Gesellschaft für Informatik (GI) spricht sich dafür aus, die umstrittene verdachtsunabhängige Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten auf sechs Monate zu beschränken. Diese Frist liegt deutlich unter der, mit der der Bundestag die vom EU-Parlament beschlossene Ausforschung unserer Nutzungsdaten umsetzen will.

    Die Stellungnahme der GI gibt es als PDF-Datei. Sie fordert darin klare Definitionen und einen "angemessenen Ausgleich zwischen Strafverfolgungsinteressen und Grundrechtsschutz". Deutschland dürfe in der Einschränkung der Grundrechte seiner Bürger nicht über das auf europäischer Ebene beschlossene Mindestmaß hinausgehen.