Laudato Si

Seit dreißig Jahren begleitet mich “Laudato Si” durch Jugendgottesdienste und Agape-Feiern. Und ja, es ist nett, aber auch seeeeehr abgedroschen. Als ich letztens einen Ausschnitt aus Mickie Krauses Ballermann-Version des Lieds hörte (“Sei gepriesen für zwei- und dreimal Niesen”, “Sei gepriesen für Poldi und für Schweini”), war ich hin- und hergerissen zwischen “Oh nee, jetzt verwursten sie schon Kirchenlieder!” und “Interessant, dass sowas offenbar einen Markt hat.”

Ich war umso mehr erstaunt, als ich auf ein Interview mit Mickie Krause stieß, in dem er sich als ehemaliger Jugendleiter outete und Ansichten wiedergab, die sich mit meinen in weiten Zügen decken.

Wir brauchen Menschen, die Kirche machen, Kirche bewegen und verändern! Deshalb habe ich früher jahrelang Jugendarbeit gemacht und kann behaupten, Kirche bewegt zu haben. Wer Kirche verändern will, muss Mitanpacken und nicht darauf warten, dass andere dieses erledigen. Ich möchte aber zum Schluss auch noch erwähnen, dass es viele tolle Leute in der Kirche gibt. Unser Pastor zum Beispiel ist der absolute Hammer. Er gehört zu den Priestern, die es verstehen, ihre Gemeinde zu begeistern und zu bewegen. Mit ihm werde ich übrigens bei der Taufe meiner dritten Tochter Laudato Si singen, allerdings dann die Originalstrophen.

Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal sage: Respekt, Herr Krause! :-)