Mit der CSU in die Medienzukunft

Das Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache sorgt bei mir immer wieder für Kopfschütteln. Aber dass eine Partei nicht mal genug Wissen über elektronische Medien mitbringt, um selbst darauf zu kommen, dass man mit Spam keine Freunde gewinnt, verursacht mir körperliche Schmerzen.

Im konkreten Fall entblödet sich die CSU nicht, stolz zu erklären: “Die CSU setzt in der Schlussphase neben Plakatierungen und Kundgebungen vor allem auf moderne Wahl-Werbung. So sollen bis zu 300.000 E-Mails und mehrere tausend Voice-Mails, bei denen sich per Tonbandansage Edmund Stoiber auf Handys zu Wort meldet gerade Jungwähler ansprechen und zum Wählen motivieren.”

Es gibt eh schon zu wenige Politiker, die Ahnung von Internet und elektronischer Kommuniktion haben. Und leider versuchen gerade die Vorzeigeexemplare wie Zypries und Tauss, der Schublade “Internet-Politiker” zu entkommen, indem sie dem Thema ausweichen.

Dazu noch -Homeland Security- das Innenministerium mit seinen Versuchen, Datenschutz und Kommunikationsfreiheit auszuhöhlen, und die Zukunft unserer Medienkultur ist -komplett im Arsch- klar.