Nachdem einer Freundin der PC abgeraucht war, hatte ich ihr versprochen, an Fronleichnam Linux auf den geliehenen Ersatz-PC zu installieren. Die Installation von SuSE 9.3 dauerte Stunden (300MHz sind einfach etwas wenig), aber schließlich schaffte ich es, unter KDE eine ISDN-Verbindung aufzubauen. "Super!", dachte ich, "jetzt noch etwas mehr als die 128MB RAM, dann läuft die Kiste gut." Großer Fehler.Nachdem ich nämlich die zwei 64MB-Riegel des alten PCs eingebaut hatte, rührte sich nach dem Einschalten ausser der Festplatte gar nichts mehr. Der Ausbau der beidem DIMMs führte leider auch nicht mehr zu einer Besserung -- die Kiste gibt nicht mal mehr einen Pieps von sich. Das Netzteil liefert immer noch 5 und 12 Volt. Kann es wirklich sein, dass RAM-Riegel eine CPU töten?

Als Abhilfe baute ich die Platte in einen meiner alten Server (K6/2 450MHz) ein. Doch der bleibt nach dem Start des Kernels sofort mit "Checking 'hlt' instruction" stehen. Boote ich mit der Kerneloption "no-hlt", geht das Laden der Kernelmodule mit "Illegal instruction" komplett schief.

So habe ich gestern meinen Nachmittag und Abend damit verbracht, stundenlang an verschiedenen Rechnern rumzuschrauben, zwischendurch dreimal nach Hause und wieder zurück zu fahren, und am Ende lag doch nur unbrauchbarer Schrott herum.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Noch gebe ich nämlich nicht auf. Gerade habe ich 10 Celeron-366 ersteigert. Mal sehen, ob mit einem davon die Ersatzkiste wieder zum Leben erweckt werden kann.